Neues Schlaflabor geht in Betrieb
Hilfe für erholsamen Schlaf - Die Kliniken Maria Hilf GmbH nimmt das neue Schalflabor im Krankenhaus St. Franziskus in Betrieb
Mönchengladbach, 17.01.2012

v.l.n.r.: Prof. Jean Haan, Joachim Püllen, Dr. rer. nat. Wolfgang Wirtz,
Jürgen Schmitz, Sr. Angelika, Sr. Andrea, Herbert Schimanski, Dr. Anke Heinemann
Zur Inbetriebnahme wird das Schlaflabor von der kath. und evgl. Krankenhausseelsorgern mit einem ökumenischen Gottesdienst eingesegnet. Zwei Kliniken werden dort zukünftig ihre Patienten betreuen. Die Klinik für Neurologie ist im Dezember in die neuen Räume gezogen, die Klinik für Pneumologie wird im Frühjahr 2012 mit dem pneumologischen Schlaflabor vom Krankenhaus St. Kamillus in die neuen Räume im Krankenhaus St. Franziskus umziehen. Insgesamt stehen den Patienten neun neurologische und sieben pneumologische Schlaflaborplätze zur Verfügung.
In der Nacht wird der Schlaf beobachtet sowie physiologische Parameter gemessen (Polysomnographie). Daran lassen sich die Krankheitsbilder erkennen und therapieren. Tagsüber finden weitere Untersuchungen von Störungen der Wachheit statt.
„Es gibt über 80 Schlafstörungen. Sie können organische, psychische oder neurologische Ursachen haben", erläutert Prof. Dr. med. Jean Haan, Chefarzt der Klinik für Neurologie. Dazu zählen die Gruppen der Insomnie (schlechtes Schlafen), Parasomnie (Schlafwandeln, nächtliches Sprechen), Hypersomnie (krankhaftes Schlafbedürfnis) und Narkolepsie (unkontrolliertes Einschlafen) sowie Restless Legs (Syndrom der unruhigen Beine).
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Behandlung von Schnarchen und Schlafapnoe (nächtliche Atemaussetzer). „Es kommt zu einem unbemerkten Atemstillstand, der mit einem Sauerstoffmangel und unbewussten Weckreaktionen einhergeht. Dies kann zu Tagesschläfrigkeit oder schweren Herz-Kreislauf-Störungen führen", sagt Dr. rer. nat. Wolfgang Wirtz, Oberarzt der Klinik für Pneumologie.
„Wir freuen uns über die komfortable und ruhige Atmosphäre der neuen Räume", erklärt PD Dr. Andreas Meyer, Chefarzt der Klinik für Pneumologie. „Sie unterstützt unsere Patientinnen und Patienten darin, trotz der Laborsituation, einen geruhsamen Schlaf zu finden", ergänzt Prof. Haan.
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