Palliativstation kümmert sich um schwerstkranke Patienten
Die Versorgung von
Patienten mit bösartigen Erkrankungen erfordert eine besondere medizinische und
pflegerische Qualifikation und Fürsorge.
Mai2011
Die Palliativstation entstammt einer gemeinsamen Initiative der Klinik für Strahlentherapie (Chefarzt Dr. med. Hans Hoffmanns) und der Klinik für Gastroenterologie, Hämatologie und Onkologie (Chefarzt PD Dr. med. Ullrich Graeven).
Eröffnet wurde die Station im Jahr 2010. In hellen,
geräumigen Ein- und Zweibettzimmern können bis zu 7 Patienten behandelt,
betreut und begleitet werden.
Mit dem Fortschreiten einer nicht heilbaren Erkrankung
leiden Patienten oft unter Schmerzen und anderen Symptomen wie Übelkeit,
Erbrechen, Atemnot, Verwirrtheit. Die Lebensqualität kann außerdem durch
psychische, soziale und spirituelle Sorgen beeinträchtigt werden.
„Im Vordergrund steht die ganzheitliche Betreuung der Patienten und ihrer Angehörigen. Wir orientieren uns an deren Bedürfnissen und Wünschen", erläutert Dr. med Hans Hoffmanns „Fürsorge und Geborgenheit spielen dabei eine bedeutende Rolle", so Hoffmann.
Ziel der Betreuung ist es, den Patienten durch eine
schmerz- und symptomlindernde Therapie ein möglichst beschwerdearmes und
erfülltes Leben bis zuletzt zu ermöglichen.
Dazu steht ein multiprofessionelles Team von speziell
ausgebildeten Ärzten (mit Weiterbildung in Palliativmedizin), Pflegekräften mit
der Zusatzausbildung Palliativpflege, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten,
Logopäden, Psychologen, Musiktherapeut, Seelsorgern und Sozialarbeitern zur Verfügung,
welches noch durch ehrenamtliche Helfer unterstützt wird.
Das Wort ‚palliativ' kommt aus dem lateinischen und bedeutet ‚mit einem Mantel umhüllen' im Sinne von ‚Geborgenheit' und zwar mit ganzheitlichem Ansatz. Deshalb lindert die Palliativmedizin nicht nur körperliche Leiden, sondern auch geistige und seelische Probleme und gibt Hilfestellung bei der Lösung sozialer Probleme. Die Palliativstation ist keine Einrichtung für Dauerpflege. Palliativmedizin ist eine eindeutige Absage an die Sterbehilfe.
Unser Ziel ist es -im Gegensatz zum Hospiz- dass die Patienten nach Besserung ihrer Beschwerden wieder in ihre gewohnte Umgebung entlassen werden. Deshalb werden an die Entlassung hohe Ansprüche gestellt und mit allen Beteiligten frühzeitig und umfassend vorbereitet. Mit der Entlassung muss gewährleistet sein, dass die vereinbarten Maßnahmen nahtlos weitergeführt werden. Dies geschieht durch Absprachen und Kontaktaufnahmen mit den niedergelassenen Ärzten und Pflegeteams sowie den ambulanten Palliativdiensten.
Weiterhin ist in der Kliniken Maria Hilf GmbH ein palliativmedizinischer Konsiliardienst etabliert. „Hierbei gilt unser Bemühen schwerstkranken Patienten zu helfen, die in einer Klinik unseres Hauses behandelt werden und nicht auf der Palliativstation liegen", erklärt Priv.-Doz. Dr. med. Ullrich Graeven. Der palliativmedizinische Konsiliardienst ist zusammengesetzt aus Palliativmedizinern und Pflegekräften mit einer Ausbildung in Palliativmedizin und nach Bedarf mit anderen Spezialisten.
Die Kontaktaufnahme zur Station kann über den Haus-
bzw. Facharzt, der die Einweisung vornimmt, erfolgen.
Alternativ können der Patient selbst bzw. seine
Angehörigen Kontakt mit der Palliativ-station aufnehmen.
Im Gespräch mit einem der Palliativmediziner, der über
die Aufnahme entscheidet, werden vordringliche Probleme besprochen und bei
vorliegender Indikation in Absprache mit den behandelnden Ärzten ein
Aufnahmetermin festgelegt.
Ein Schwerpunkt in der Kliniken Maria Hilf GmbH ist seit vielen Jahren die Behandlung von Patienten mit bösartigen Erkrankungen.
Im Januar wurde das Onkologischen Zentrums der Kliniken Maria Hilf GmbH von der deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert. Eine Voraussetzung hierfür ist u.a. die palliativmedizinische Versorgung der Patienten des Onkologischen Zentrums.
Allgemeiner Pressekontakt:
Natascha
Morsbach
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