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Zentrale Bettenaufbereitung, Material-, Wäsche- und Medikamentenversorgung

In den Kliniken Maria Hilf wurden alle Stationen und Funktionsabteilungen auf das EDV-gestützte Materialversorgungssystem „Curamedic“ umgestellt.

Die Motivation der Pflegedirektion, ein solches Organisationsinstrument zu etablieren, war der enorm hohe Zeitaufwand, den die Mitarbeiter des Pflege- und Funktionsdienstes für die Material- und Medikamentenversorgung aufbringen mussten. Darüber hinaus gab es schwarzer Läger, in denen unkontrolliert Materialien „gehortet“ wurden, was aus qualitativer und betriebswirtschaftlicher Sicht unsinnig ist.

„Curamedic“ erfasst alle Artikel mittels einer Identifikationsnummer in einem EDV-System. In den Lagerschränken der Stationen und Abteilungen wird jedem Artikel ein fest definierter Lagerort zugewiesen und dort die Lagermenge auf codierten Etiketten vermerkt. Das Pflegepersonal entnimmt bei Bedarf Materialien aus den Vorratslagern und dreht bei Erreichen des Mindestbestandes das Codierungsetikett um, so dass die sichtbare Farbe des Etikettes von Weiß auf Gelb wechselt. Somit ist sofort erkennbar, dass nachbestellt werden muss.

Diese Aufgabe übernehmen Versorgungsassistenten, die in regelmäßigen Abständen (1-2 x wöchentlich) alle gelben Etiketten mittels Barcodesystem erfassen. Im Zentrallager wird der Barcodescanner ausgelesen und dort erfolgt die Kommissionierung der bestellten Materialien.

Noch am selben Tag erfolgt die Lieferung in die Stationen und Bestückung der Waren in die entsprechenden Lagerfächer durch die Versorgungsassistenten. Die Codierungsetiketten werden wieder von Gelb auf Weiß gewendet. Erforderliche Reinigungen und Reparaturen an den Lagerschränken werden durch die Versorgungsassistenten durchgeführt oder in die Wege geleitet.

Ebenso wird mit den Arzneimitteln verfahren, die in den Stationen und Abteilungen benötigt werden. Auch diese werden durch die Versorgungsassistenten bestellt, in der zentralen Apotheke disponiert, durch einen Transportdienst in die Stationen transportiert und wieder von den Versorgungsassistenten in die Apothekenschränke verbracht. Speziell ausgebildete Mitarbeiter (PTA) dieser Berufsgruppe sorgen für die optimale Sortierung, achten auf sinnvolle Lagermengen und Verfallsdaten.

Auch der Bedarf an Flachwäsche in den Stationen und Abteilungen wird durch Versorgungsassistenten ermittelt und in die jeweiligen Bestimmungsorte in den Stationen gebracht. Die gereinigte Personalwäsche wird ebenfalls von Versorgungsassistenten in die jeweiligen Umkleiden geliefert.

Alle Betten werden abgerüstet, desinfiziert, gereinigt und frisch bezogen. Der Transport von und zur Station erfolgt durch Personal der Bettenzentrale.

Somit sind sowohl die Material-, Betten-, und Wäscheversorgung, wie die Medikamentenversorgung in den Stationen und Abteilungen nur noch zum Teil in der Verantwortung der Pflege. Sie wurde von den aufwändigen Tätigkeiten in diesem Bereich entlastet, welche heute qualitativ besser und betriebswirtschaftlich ökonomischer von den Versorgungsassistenten erledigt werden.