Behandlungsschwerpunkte

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Hämatologie und internistische Onkologie

Ein wichtiger Schwerpunkt der Fachabteilung ist die Diagnostik und Behandlung aller Erkrankungen des Blutes und des lymphatischen Systems (Leukämien und Lymphome) sowie solider („fester“) Tumoren aller Organe. Die Klinik ist neben der Behandlung von Leukämien und Lymphomen, insbesondere auf bösartige Tumore des Magen-Darm-Traktes und der Lunge spezialisiert. Sie bietet alle onkologischen Therapieverfahren an, einschließlich der Hochdosistherapie mit Blutstammzelltransplantation.

Palliativmedizin

An der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Gastroenterologie befindet sich ein weiterer Schwerpunkt: die Palliativmedizin. Ziel der palliativen Begleitung ist es, schwerst- bzw. unheilbar kranken Menschen die Lebensqualität so lange wie möglich zu erhalten. Die Beseitigung und Linderung von Schmerzen oder anderer Begleitbeschwerden der Krebserkrankung sind dabei zentrale Bausteine der Therapie. Auch die psychologische Betreuung für Patient und Angehörige gehört zum Konzept.

Stammzelltransplantation

Bei bestimmten Krebsarten kommt eine neu entwickelte spezielle Variante der Chemotherapie zum Einsatz: die Hochdosis-Chemotherapie mit Blutstammzellen aus der eigenen Blutbahn („autologe periphere Stammzellentransplantation“). Dabei bringen die Ärzte zunächst die lebenswichtigen blutbildenden Stammzellen „in Sicherheit“. Nach der Behandlung mit der drei- bis fünffachen Zytostatika-Dosis erhält der Patient die Stammzellen wieder zurück. Der Vorteil: Auch widerstandsfähigere Krebszellen sterben durch die intensivere Behandlung ab, das Knochenmark hingegen bleibt durch die Rückgabe der gesunden Stammzellen erhalten.

In vielen Fällen ist auch eine Kombination unterschiedlicher Therapieformen sinnvoll, beispielsweise die Ergänzung einer Chemo- und Strahlentherapie mit einer Immuntherapie oder Stammzelltransplantation. Alle hämato-onkologischen Therapieverfahren führt das Medizinerteam der Klinik in Zusammenarbeit mit nationalen universitären Zentren und im Rahmen nationaler und internationaler Studien durch. Eine Beratung zu ergänzenden oder alternativen Therapien ist jederzeit möglich.

Chemotherapie

Neben der Behandlung mit Strahlen und operativen Eingriffen sind Chemotherapien die dritte Säule in der Bekämpfung von Krebs. Speziell bei der Behandlung systemischer Erkrankungen wie Leukämie hat sich die Chemotherapie als äußerst wirksam etabliert. Bei der Chemotherapie verabreichen die Mediziner so genannte Zytostatika – meist über das Blutgefäßsystem („intravenös“), seltener auch in Tablettenform. Mit dem Blutstrom gelangen die Wirkstoffe dann in den gesamten Körper und können flächendeckend Krebszellen angreifen und vernichten. Nach Angaben der Deutschen Krebsgesellschaft können jährlich rund 15.000 Krebspatienten in Deutschland durch Chemotherapie geheilt werden.

Gastroenterologie

Die Gastroenterologie ist ein Teilbereich der Inneren Medizin, der sich mit der Diagnostik und Therapie von Erkrankungen des Speiseröhren-Magen-Darm-Traktes, der Leber, der Gallenwege und der Bauchspeicheldrüse befasst. Ein wichtiger Bereich ist auch die Erkennung von Tumoren innerhalb des Verdauungssystems. Die Gastroenterologie behandelt ein sehr großes Spektrum verschiedener Krankheitsbilder: Es reicht von Infektions- und Stoffwechselkrankheiten, Erkrankungen der Drüsen, Tumoren und chronisch entzündlichen Darmerkrankungen bis hin zu alkoholbedingten Schäden an der Leber.

Endoskopie

In der modernen Gastroenterologie leistet die Endoskopie (Spiegelung) einen wichtigen Beitrag in der Erkennung und Behandlung von Erkrankungen des gesamten Verdauungstraktes. Sie ermöglicht den Ärzten einen direkten Einblick in die verschiedenen Hohlräume, wie beispielsweise Speiseröhre, Magen oder Darm. Mögliche Krankheiten können so erkannt und gegebenenfalls sofort behandelt werden („interventionelle Endoskopie“).

In der Endoskopie an der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Gastroenterologie führen die Mediziner alle diagnostischen und therapeutischen Spiegelungen im Speiseröhren-Magen-Darm-Trakt durch: sie stillen Blutungen bei Geschwüren, entfernen Steine aus Bauchspeicheldrüsen- und Gallengang oder überbrücken tumorbedingte Engstellen. Von zentraler Bedeutung ist auch die endoskopische Beseitigung von Polypen (Krebsvorstufen) in Dick- und Mastdarm.

Zur erweiterten Untersuchung des zuvor äußerst schwer zugänglichen Dünndarms ist seit wenigen Jahren das Doppelballonendoskop und die Kapselendoskopie im Einsatz. Mögliche Erkrankungen des Dünndarms (Polypen, Blutungen) sind durch den Einsatz des neuartigen Endoskops wesentlich leichter zu diagnostizieren und per Endoskop auch umgehend zu behandeln. Für den Patienten bedeutet dies: weniger Belastung durch operative Eingriffe und kürzere Liegezeiten.

Ein weiterer Schwerpunkt der Fachabteilung sind Spiegelungen der Gallenwege und Bauchspeicheldrüse („endoskopische retrograde Cholangio-Pankreaticographie“ ERCP). Diese Methode ist nicht nur zur Darstellung von Gallenwegen, Gallenblase und Bauchspeicheldrüse geeignet, der Mediziner kann auch während des Endoskopierens kleinere operative Eingriffe an den betroffenen Stellen direkt vornehmen.

Neben den endoskopischen Untersuchungsverfahren bieten die Klinik für Hämatologie, Onkologie und Gastroenterologie auch folgende Funktionsuntersuchungen des Magen-Darmtraktes an: Druckmessung (Manometrie) in der Speiseröhre, Säuremessung (pH-Metrie) in der Speiseröhre, sowie Atemtests zum Nachweis von Laktasemangel, bakterieller Fehlbesiedelung des Darmes im Rahmen der Abklärung chronischer Durchfälle oder sog. funktioneller Bauchbeschwerden.

Sonographie

Die zweite wesentliche Säule der gastroenterologischen Diagnostik ist die Beurteilung der Bauchorgane von außen, die Ultraschalluntersuchung oder Sonographie. Ultraschall ermöglicht einen schmerz- und strahlenfreien Einblick ins Innere des Körpers. Ein Ultraschallkopf sendet Schallwellen durch die Haut; aufgrund des Echos, das sie hervorrufen, ist die Beurteilung darunter liegender Organe möglich. Im Ultraschall erfolgt die Untersuchung aller Organe des Verdauungstraktes, der Schilddrüse sowie der größeren Gefäße. Bei der Drainage (Ableitung krankhafter Flüssigkeiten) von Zysten und Abszessen sowie bei gestauten Gallenwegen ist der Ultraschall als Kontrollinstrument im Einsatz.

Die Endosonographie – eine Ultraschalluntersuchung „von innen“ – ermöglicht Betrachtung innerer Organe mittels Ultraschall im Rahmen einer Spiegelung des Magen-Darmtraktes. Diese kommt beispielsweise zum Einsatz, um die Tiefenausdehnung von Geschwülsten zu ermitteln. Mit dieser Information kann der behandelnde Arzt so frühzeitig weitere Maßnahmen planen und einleiten. Ebenfalls im Einsatz ist die 3-D-Sonographie, die die dreidimensionale Abbildung von Organen ermöglicht.

Prof. Dr. med. Ullrich Graeven

Chefarzt

Prof. Dr. med. Ullrich Graeven

Kontakt

 

Klinik für Hämatologie, Onkologie und Gastroenterologie
Krankenhaus St. Franziskus
Viersener Straße 450
41063 Mönchengladbach

 02161/892-2201

 

Auszeichnungen und Zertifikate

Focus Siegel 2016

Diagnose "Krebs" 

Radiobeitrag vom 17.07.2016 auf Radio 90,1. 

 

Flyer "Klinische Studien"

Flyer Hämatologie Klinische StudienDownload

Veranstaltungen

3. Aachener-Düsseldorfer-Mönchengladbacher Forum Aktuelle Onkologie 2017

3. Aachener-Düsseldorfer-Mönchengladbacher Forum Aktuelle Onkologie 2017 am 17.06.2017

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