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Embolisationsverfahren

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ELEKTIVE EINGRIFFE

Prostataembolisation (PAE)

Die Prostataembolisation ist ein minimalinvasives Verfahren, das zur Behandlung der gutartigen Prostatavergrößerung, auch als benigne Prostatahyperplasie (BPH) bekannt, eingesetzt wird. Diese innovative Interventionstechnik bietet eine wirksame Alternative zu traditionellen chirurgischen Eingriffen wie der transurethralen Resektion der Prostata (TURP).

Bei der Prostataembolisation wird ein Katheter durch die Leistenarterie eingeführt und unter Röntgenkontrolle bis zu den Blutgefäßen der Prostata vorgeschoben. Anschließend werden mikroskopisch kleine Partikel (Emboli) in die Blutgefäße injiziert, um die Blutzufuhr zur Prostata zu blockieren. Dies führt zu einer verminderten Durchblutung des vergrößerten bzw. vermehrten Prostatagewebes, damit zu einer Schrumpfung der Prostata und einer Linderung der Symptome.

Ein wesentlicher Vorteil der Prostataembolisation liegt darin, dass es sich um einen minimalinvasiven Eingriff handelt. Das s bedeutet, dass kein Hautschnitt und auch keine Narkose erforderlich sind. Dies führt zu einer verkürzten Erholungszeit, geringeren postoperativen Schmerzen, keinen sonstigen postoperativen Komplikationen (Entzündungen, Fisteln o.ä.) und einem insgesamt einem komplikationsärmeren postoperativen Verlauf. Insbesondere ist das Risiko einer Inkontinenz, einer Impotenz und einer retrograden (rückwärtsgerichteten) Ejakulation deutlich reduziert.

Die Schrumpfung der Prostata wird aber im Vergleich zur offenen Operation deutlich später erreicht, so dass auch die Symptomverbesserung manchmal erst nach ein bis zwei Wochen spürbar wird.  Auch die klinische Erfolgsrate liegt mit etwas über 80 Prozent etwas niedriger als nach einer TURP. Allerdings kann eine TURP nach nicht zufriedenstellenden Ergebnissen einer Embolisation jederzeit ergänzt werden.

Trotz ihrer vielversprechenden Ergebnisse ist die Prostataembolisation nicht für jeden Patienten geeignet. Eine genaue Beurteilung durch den behandelnden Arzt ist entscheidend, um die bestmögliche Therapieoption zu wählen. An der Stelle ist es wichtig zu erwähnen, dass diese Therapie nicht für Prostatakrebs geeignet ist, sondern nur für die gutartige Vergrößerung der Prostata.

Die Prostataembolisation ist ein Verfahren, welches in den Kliniken Maria Hilf bereits seit 2019 erfolgreich angeboten wird.

Für eine weiterführende Beratung stehen Ihnen unsere Experten gerne zur Verfügung. Am einfachsten vereinbaren Sie einen Termin zur Beratung über die Telefonnummer 02161/892 4401 oder per Email an radiologie@mariahilf.de.


Transarterielle periartikuläre Embolisation (TAPE)

Die transarterielle periartikuläre Embolisation (TAPE) ist ein minimalinvasives Verfahren zur Behandlung von chronischen Gelenkschmerzen, insbesondere nach stattgehabtem Gelenkersatz (Knie TEP) oder bei Schmerzen´, die durch eine Arthrose verursacht sind. Bei dieser Methode werden kleine Kunststoffpartikel oder kristalline Antibiotika in die sehr kleinen Blutgefäße um das betroffene Gelenk injiziert. Diese Partikel verschließen die Gefäße wahlweise für kurze Zeit oder dauerhaft und unterbinden so die Blutzufuhr zum Gelenk. Dies führt zu einer Verringerung der Entzündungsreaktion und der Nervenreizung im Gelenk und damit zu einer Linderung der Schmerzen.

Wie funktioniert die TAPE?

Die TAPE wird in der Regel ambulant durchgeführt. Unter örtlicher Betäubung wird ein dünner Katheter meist über die Leiste in die Arterie eingeführt und von dort bis an das Gefäß gebracht, das das betroffene Gelenk mit Blut versorgt. Über den Katheter werden dann die Partikel injiziert.

Die Freisetzung wird unter Röntgenkontrolle gesteuert, damit sie genau in den gewünschten Bereich gelangen. Die Art und Menge der Partikel wird individuell für jeden Patienten angepasst.

Indikationen für die TAPE: Die TAPE wird bei Patienten mit chronischen Gelenkschmerzen eingesetzt, die auf andere nicht invasive Therapien, wie beispielsweise Schmerzmittel oder Physiotherapie, nicht mehr ansprechen. Die häufigsten Indikationen für die TAPE sind:

  • Arthrose
  • Schmerzen nach Gelenkersatz
  • Rheuma
  • Enthesiopathien (Entzündungen der Sehnenansätze)

Die TAPE hat gegenüber anderen Therapieverfahren zur Behandlung von chronischen Gelenkschmerzen einige Vorteile:

  • Sie ist ein minimalinvasives Verfahren, das in der Regel ambulant durchgeführt werden kann und keine Narkose erforderlich macht.
  • Die Operationszeit ist kurz, und die Patienten sind am Interventionstag wieder voll mobil.
  • Die Komplikationsrate ist sehr gering.

Die TAPE hat auch einige Nachteile:

  • Sie ist nicht immer erfolgreich. In einigen Fällen kann es zu einer erneuten Verschlechterung der Schmerzen kommen.
  • Die bestehenden Schäden an den Gelenken werden durch dieses Verfahren nicht behoben. Es handelt sich um eine symptomatische Behandlung der Arthrose.
  • Eine vorübergehende Verfärbung der Haut im Bereich des behandelten Gelenks wird gelegentlich beschrieben.
  • Nebenwirkungen wie Blutung, ungewollte Embolien oder Entzündung sind ausgesprochen selten.

Ergebnisse der TAPE

Die TAPE ist eine effektive und nebenwirkungsarme Therapieoption zur Behandlung von chronischen Gelenkschmerzen. Bei einem Großteil der Patienten kommt es zu einer deutlichen Verringerung der Schmerzen, welche in der Regel lange Zeit anhält, aber bei Bedarf auch wiederholt werden kann.

Für eine weiterführende Beratung stehen Ihnen unsere Experten gerne zur Verfügung. Am einfachsten vereinbaren Sie einen Termin zur Beratung über die Telefonnummer 02161/8924401 oder per Email an radiologie@mariahilf.de.

Transarterielle Chemoembolisation (TACE)

Transarterielle Chemoembolisation (TACE) ist ein minimalinvasives Verfahren, das zur Behandlung von Lebertumoren, insbesondere von Leberzellkarzinomen (HCC) und Metastasen eingesetzt wird. Dieser interventionelle Ansatz kombiniert die gezielte Zufuhr von Chemotherapeutika mit der Blockade der Blutzufuhr zum Tumor, was zu einer effektiven lokalen Behandlung der Tumoren führt.

Der Ablauf der TACE beginnt mit der Einführung eines Katheters meist durch die Leistenarterie oder einen anderen geeigneten Zugangsweg. Der Katheterwird unter ständiger Röntgenkontrolle bis zu den Blutgefäßen in der Leber vorgeschoben. Sobald der Katheter die Blutgefäße erreicht hat, die den Tumor versorgen, werden chemotherapeutische Wirkstoffe direkt in die Gefäße des Tumors gespritzt. Gleichzeitig werden Partikel oder andere Embolisationsmaterialien in die Tumorgefäße injiziert, um sie zu verschließen und die Blutzufuhr zum Tumor zu unterbrechen.

Die kombinierte Wirkung von Chemotherapie und Embolisation zielt darauf ab, die Tumorgröße zu reduzieren, das Tumorwachstum zu hemmen und gleichzeitig die umliegenden gesunden Lebergewebe zu schonen. Diese gezielte Therapie ist besonders effektiv bei Patienten, deren Leberzellkarzinome nicht gut für eine chirurgische Entfernung geeignet sind.

Die TACE kann als primäre Behandlungsoption oder als Brückenbehandlung vor einer Lebertransplantation in Erwägung gezogen werden. Darüber hinaus wird die TACE auch bei Patienten angewendet, bei denen eine systemische Chemotherapie aufgrund von Nebenwirkungen oder Unverträglichkeiten nicht geeignet ist.

Es ist wichtig zu beachten, dass nicht alle Patienten für eine TACE in Frage kommen. Die Entscheidung, ob diese Therapieoption besteht, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Die TACE-Therapie erfordert daher im Vorfeld eine sorgfältige Bewertung und Planung durch das behandelnde Ärzteteam.

Für eine weiterführende Beratung stehen Ihnen unsere Experten gerne zur Verfügung. Am einfachsten vereinbaren Sie einen Termin zur Beratung über die Telefonnummer 02161/8924401 oder per Email an radiologie@mariahilf.de.

Minimalinvasive Behandlung von Gefäßengstellen

Transarterielle Chemoembolisation (TACE) ist ein minimalinvasives Verfahren, das zur Behandlung von Lebertumoren, insbesondere von Leberzellkarzinomen (HCC) und Metastasen eingesetzt wird. Dieser interventionelle Ansatz kombiniert die gezielte Zufuhr von Chemotherapeutika mit der Blockade der Blutzufuhr zum Tumor, was zu einer effektiven lokalen Behandlung der Tumoren führt.

Der Ablauf der TACE beginnt mit der Einführung eines Katheters meist durch die Leistenarterie oder einen anderen geeigneten Zugangsweg. Der Katheterwird unter ständiger Röntgenkontrolle bis zu den Blutgefäßen in der Leber vorgeschoben. Sobald der Katheter die Blutgefäße erreicht hat, die den Tumor versorgen, werden chemotherapeutische Wirkstoffe direkt in die Gefäße des Tumors gespritzt. Gleichzeitig werden Partikel oder andere Embolisationsmaterialien in die Tumorgefäße injiziert, um sie zu verschließen und die Blutzufuhr zum Tumor zu unterbrechen.

Die kombinierte Wirkung von Chemotherapie und Embolisation zielt darauf ab, die Tumorgröße zu reduzieren, das Tumorwachstum zu hemmen und gleichzeitig die umliegenden gesunden Lebergewebe zu schonen. Diese gezielte Therapie ist besonders effektiv bei Patienten, deren Leberzellkarzinome nicht gut für eine chirurgische Entfernung geeignet sind.

Die TACE kann als primäre Behandlungsoption oder als Brückenbehandlung vor einer Lebertransplantation in Erwägung gezogen werden. Darüber hinaus wird die TACE auch bei Patienten angewendet, bei denen eine systemische Chemotherapie aufgrund von Nebenwirkungen oder Unverträglichkeiten nicht geeignet ist.

Es ist wichtig zu beachten, dass nicht alle Patienten für eine TACE in Frage kommen. Die Entscheidung, ob diese Therapieoption besteht, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Die TACE-Therapie erfordert daher im Vorfeld eine sorgfältige Bewertung und Planung durch das behandelnde Ärzteteam.

Spezielle Anwendungsgebiete - Carotisstentangioplastie

Die Carotisstenose ist eine Verengung der Halsschlagader (Arteria carotis), die den Blutfluss zum Gehirn beeinträchtigen kann. Diese Verengung kann das Risiko eines Schlaganfalls erhöhen. Um die Durchblutung zu verbessern und das Risiko von Komplikationen zu reduzieren, kann eine Behandlung mit einem Stent durchgeführt werden.

Während des Eingriffs wird ein flexibler Katheter mit einem daran befestigten Stent durch die Blutgefäße bis zur verengten Stelle vorgeschoben. Der Stent wird dann entfaltet und unterstützt die Arterienwand, um den Blutfluss wiederherzustellen. In einigen Fällen kann gleichzeitig eine Ballondilatation (Angioplastie) durchgeführt werden, um die Engstelle weiter zu öffnen.

Die Entscheidung für die Anwendung eines Carotisstents erfolgt in der Regel nach einer gründlichen interdisziplinären Beurteilung durch das behandelnde Ärzteteam, das den Schweregrad der Stenose, die Symptome des Patienten und andere individuelle Gesundheitsfaktoren berücksichtigt. Die Carotisstentangioplastie ist eine minimalinvasive Behandlung als Alternative zum offenen chirurgischen Verfahren und ist als effektive Methode zur Behandlung von Carotisstenosen schon lange etabliert.

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Intrakranielle Aneurysma-Embolisation

Die Aneurysmaembolisation ist ein minimalinvasives Verfahren, das zur Behandlung von zerebralen Aneurysmen (Anuerysmen im Kopf) eingesetzt wird. Ein Aneurysma ist eine abnorme Aussackung oder Ausdehnung einer Blutgefäßwand, wodurch ein Risiko für eine Ruptur (Riss der Gefäßwand) mit anschließender Blutung besteht. Die Embolisation ist ein Verfahren, bei dem Material in das Aneurysma eingebracht wird, um es zu verschließen und somit eine Ruptur dauerhaft zu verhindern.

Die Aneurysmaembolisation erfolgt unter radiologischer Sichtkontrolle. Ein dünner Katheter wird durch die Blutgefäße bis zum Aneurysma vorgeschoben. Durch diesen Katheter wird ein Embolisationsmaterial, oft in Form von Platinspiralen oder anderen mikrochirurgischen Materialien, in das Aneurysma platziert. Dieses Material fördert die Bildung von Blutgerinnseln innerhalb des Aneurysmas, was letztendlich zu dessen Verschluss führt, so dass kein Blut mehr in das Aneurysma einströmt und damit auch keine Ruptur des Aneurysmas auftreten kann.

Die Embolisationstechnik bietet verschiedene Vorteile im Vergleich zu einer offenen Operation am Gehirn. Vor allem ergibt sich aus der minimalinvasiven Therapie eine bedeutend kürzere Erholungszeit und eine geringere Belastung für den Patienten im Vergleich zu traditionellen chirurgischen Ansätzen. Darüber hinaus kann die Aneurysmaembolisation auch bei Aneurysmen angewendet werden, die für offene Operationen nur schwer zugänglichsind.

Die Auswahl der geeigneten Embolisationsmaterialien und die genaue Platzierung erfordern spezialisierte Kenntnisse und Erfahrung eines interventionellen Neuroradiologen. Es ist wichtig zu beachten, dass nicht alle Aneurysmen für eine Embolisation geeignet sind, und die Entscheidung für dieses Verfahren basiert auf einer gründlichen Bewertung der individuellen Situation des Patienten.

Die Aneurysmaembolisation hat sich als effektive Methode zur Prävention von Aneurysmarupturen erwiesen und wird heutzutage als sicherer und weniger invasiver Ansatz für die Behandlung dieser potenziell lebensbedrohlichen Gefäßerkrankung angesehen.

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Minimalinvasive Behandlung von chronischen Subduralhämatomen

Die minimalinvasive Behandlung von chronischen Subduralhämatomen (cSDH) hat sich als vielversprechende Option erwiesen, um diese häufige, früher immer neurochirurgisch behandelt Erkrankung effektiv und schonend zu therapieren. Chronische Subduralhämatome entstehen in der Regel durch Blutansammlungen zwischen der harten äußeren Hirnhaut (Dura mater) und der inneren Hirnhaut (Arachnoidea) aufgrund von ehemals akuten Blutungen nach Kopfverletzungen, aber sie können auch auftreten, ohne dass man eine klare Ursache findet, insbesondere bei älteren Menschen.

Ein minimalinvasives Verfahren zur Behandlung dieses Krankheitsbildes ist die selektive (ausschließliche) Embolisation der Hirnhautarterie, die das Hämatom versorgt. Dabei wird unter Röntgenkontrolle ein wenige Millimeter großer Katheter zumeist über die Leiste bis in das versorgende Gefäß vorgeschoben, um dieses dort zu verschließen. Dabei kommen verschiedene Materialien, wie beispielsweise kleine Plastikpartikel oder flüssiges Embolisationsmaterial zum Einsatz. Das betroffene Gewebe wird über benachbarte  Gefäße weiterhin mit Blut versorgt, aber der sogenannte Perfusionsdruck wird gesenkt, so dass das Hämatom in der Regel verschwindet. .

Die Entscheidung für diese minimalinvasive Technik hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter die Größe und Lokalisation des Hämatoms, die Dynamik der Symptome und die allgemeine Gesundheit des Patienten. Nach der Behandlung sind eine regelmäßige Überwachung und eine sorgfältige Nachsorge wichtig.

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NOTFALLEINGRIFFE

Thrombektomie, wenn jede Minute zählt

Die Thrombektomie ist ein minimalinvasives Verfahren, das zur Entfernung von Blutgerinnseln (Thromben) aus Blutgefäßen eingesetzt wird. Dieser Eingriff findet vor allem bei akuten Schlaganfällen Anwendung und ist eine der häufigsten Eingriffe am Gehirn in unserer Klinik. Bei einem Schlaganfall entsteht ein Blutgerinnsel, das ein Blutgefäß im Gehirn blockiert und dadurch zu einem Sauerstoffmangel und Schädigung des dahinter liegenden Gehirngewebes führt. Die Thrombektomie zielt darauf ab, das Blutgerinnsel aus dem betroffenen Gefäß zu entfernen, um den Blutfluss wiederherzustellen und Schäden am Gehirn zu minimieren.

Für eine Thrombektomie benötigt man spezielle Katheter, die durch die Blutgefäße bis zur Stelle des Blutgerinnsels vorgeschoben werden können. Diese Katheter können mit einem Stent oder einem anderen mechanischen Instrument verbunden sein, die das Blutgerinnsel „greifen“ oder ansaugen können. Das Ziel ist es, das Gerinnsel vollständig zu entfernen, ohne das Blutgefäß zu beschädigen.

Die Thrombektomie ist ein Notfallverfahren, dass so früh wie möglich nach dem Schlaganfall durchgeführt werden muss, um noch möglichst viel Hirngewebe zu retten.  Die Entscheidung für oder gegen eine Thrombektomie in der Notfallsituation wird von einem interdisziplinären Team getroffen, das aus Neurologen, Neuroradiologen, Notfallmedizinern und Anästhesisten besteht und hängt von verschiedenen Faktoren ab, vor allem dem Zeitpunkt des Schlaganfalls, der Größe und Lage des Blutgerinnsels, sowie dem individuellen Gesundheitszustand des Patienten.

Für die Betroffenen ist es wichtig, bei Schlaganfallsymptomen immer in eine Klinik zu kommen, die diese Methode jederzeit vor Ort anbietet. Dies kann erheblichen Einfluss auf das spätere Leben und die Lebensqualität haben.

Embolisation von Blutungen

Die Embolisation von Blutungen ist ein minimalinvasives Verfahren, das zur Behandlung von akuten Blutungen in verschiedenen Organen oder Geweben eingesetzt wird. Diese Interventionstechnik hat sich als wirksame Methode erwiesen, um Blutungen schnell und effektiv zu stoppen, insbesondere, wenn herkömmliche Methoden wie offene chirurgische Eingriffe risikoreicher sind.

Der Ablauf der Embolisation von Blutungen beginnt mit der Einführung eines Katheters durch die Blutgefäße bis zu der Stelle der Blutung. Unter Verwendung von bildgebenden Verfahren, der Angiographie, wird die genaue Position der Blutung identifiziert.

Nach der Lokalisierung der Blutungsquelle werden Embolisationsmaterialien in die Blutgefäße eingebracht, um die Blutung zu stoppen. Diese Materialien können Partikel, Gelatineschwämme, Mikrospiralen oder andere Gewebekleber sein, die die Blutzufuhr zum betroffenen Bereich blockieren. Durch die Unterbrechung der Blutzufuhr wird die Blutung gestoppt, und das Embolisationsmaterial fördert die Bildung von Blutgerinnseln, die die undichte Stelle versiegeln.

Die Embolisation von Blutungen wird in verschiedenen medizinischen Situationen angewendet, darunter Tumorblutungen, Nierenblutungen, Magen-Darm-Blutungen, schwere Blutungen der Muskulatur nach einem Trauma oder Blutungen nach operativen Eingriffen.

Die Auswahl des Embolisationsmaterials und die genaue Platzierung erfordern Erfahrung und Fachkenntnisse eines interventionellen Radiologen. Dieses Verfahren hat sich als wertvolles Instrument in der Notfallmedizin etabliert und wird in den Kliniken Maria Hilf schon seit vielen Jahren eingesetzt, um lebensbedrohliche Blutungen zu kontrollieren.

CT GESTEUERTE INTERVENTIONEN

Mikrowellenablation

Die Mikrowellenablation ist eine minimalinvasive Technik, die zur Behandlung von Tumoren eingesetzt wird. Diese Methode nutzt hochfrequente Mikrowellen, um Tumorzellen zu erhitzen und zu zerstören. Die Mikrowellenablation wird vor allem bei Tumoren in Leber und Niere (seltener in der Lunge) angewendet, wenn offen chirurgische Eingriffe oder eine Bestrahlung risikoreicher sind.

Der Ablauf der Mikrowellenablation beinhaltet das Einführen einer Sonde durch die Haut in das betroffene Gewebe unter Bildkontrolle mittels CT (Computertomographie). Die Sonde enthält Mikrowellenantennen, die hochfrequente Energie erzeugen. Diese Energie wird gezielt auf den Tumor gerichtet und führt damit zu einer Erhitzung des Gewebes. Durch die Hitze wird das Tumorgewebe zerstört, während das umliegende gesunde Gewebe geschont wird.

Ein wesentlicher Vorteil der Mikrowellenablation besteht darin, dass sie eine sehr präzise und kontrollierbare Erhitzung ermöglicht. Dies trägt dazu bei, den Tumor gezielt zu behandeln und gleichzeitig das umliegende gesunde Gewebe zu schonen. Die Prozedur erfolgt unter Narkose. Die Erholungszeit für den Patienten ist in der Regel deutlich kürzer als nach traditionellen chirurgischen Eingriffen.

Die Entscheidung über eine Anwendung der Mikrowellenablation erfolgt sorgfältig durch erfahrene Ärzte im Rahmen einer interdisziplinären Tumorkonferenz, um die besten Ergebnisse zu erzielen und mögliche Risiken zu minimieren.

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Drainage/Punktion

Die Verwendung von Drainagen und diagnostischen Punktionen in der Computertomographie (CT) ist eine wichtige Interventionstechnik in der Radiologie, die bei verschiedenen medizinischen Situationen Anwendung findet. Diese minimalinvasiven Verfahren werden oft eingesetzt, um Flüssigkeitsansammlungen, wie z.B. Ergüsse oder Abszesse, zu behandeln oder zu diagnostizieren.

Drainagen im CT
Die Platzierung einer Drainage unter CT-Kontrolle ist ein häufiges Verfahren, um überschüssige Flüssigkeiten aus einem bestimmten Bereich des Körpers abzuleiten. Dies kann beispielsweise bei Pleuraergüssen in der Lunge, Aszites in der Bauchhöhle oder Abszessen im Bauchraum der Fall sein. Unter CT-Führung wird eine dünne Röhre, die als Drainage bezeichnet wird, in den betroffenen Bereich eingeführt, um die Flüssigkeit zu entleeren. Die CT-Bildgebung ermöglicht eine präzise Positionierung der Drainage und eine Echtzeit-Kontrolle des Eingriffs.

Diagnostische Punktionen im CT
Diagnostische Punktionen unter CT-Kontrolle werden durchgeführt, um Gewebeproben von bestimmten Läsionen oder Veränderungen zu entnehmen. Dieses Verfahren wird oft zur Abklärung von unklaren Raumforderungen, wie Tumoren oder Entzündungen, eingesetzt. Eine dünne Nadel wird unter CT-Führung an die Zielstelle vorgeschoben, und Gewebeproben werden entnommen. Dies ermöglicht eine genaue Lokalisierung und Orientierung während der Punktion, um präzise diagnostische Informationen zu erhalten.

Die Verwendung der CT Steuerung während dieser Verfahren bietet entscheidende Vorteile, darunter die Echtzeit-Bildführung, die es dem Radiologen ermöglicht, die Nadel oder Drainage präzise zu platzieren, um das Zielgewebe optimal zu erreichen. Eine lokale Betäubung der der Punktionsstelle ist in den meisten Fällen ausreichend und eine Narkose meist nicht erforderlich.

 

Prof. Dr. med. Adrian Ringelstein

Chefarzt

Prof. Dr. med. Adrian Ringelstein

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