Wir bündeln unsere Kompetenzen, um jeden Patienten individuell zu betrachten, sowie ganzheitlich zu verstehen und dann die maßgeschneiderte Therapie auszuwählen.
Drei Fragen an : Dr. med. Thomas Nowak
Gefäßmedizin ist ein komplexes Thema, denn die Gefäße haben in unserem gesamten Organismus wesentliche Funktionen, ob Schlagadern, Venen oder Lymphgefäße.
Wenn Menschen mit einem Gefäßthema zu uns kommen ist es wichtig, dass wir sehr genau diagnostizieren und umfassend analysieren, den Kontext und Lebensstil verstehen und mit einbeziehen, um dann die für den Patienten am besten passende Lösung zu realisieren.
Das kann eine minimal-invasiven Kathetertherapie sein, das kann ein chirurgischer Eingriff sein, das kann auch eine medikamentöse Therapie sein. Hier bin ich in der Fachgesellschaft und Kommission für konservative Gefäßtherapie persönlich sehr nah an den jüngsten Entwicklungen dran: die Möglichkeiten sind in diesem sich technologisch rasch entwickelnden Fach immer weiter auf dem Vormarsch.
Entscheidend für die Therapie ist immer, was medizinisch für diesen Patienten in der gegebenen Gefäßerkrankung am sinnvollsten ist – und das vermitteln wir den Patienten auch sehr genau. Wir wählen die Therapie, die schnell hilft, so wenig wie möglich belastet und nachhaltig wirkt. Und wir schauen, wie der Patient mit der bestmöglichen medikamentösen Therapie im Sinne der Prävention vor einem Wiederkehren bzw. Vorschreiten der Erkrankung geschützt werden kann.
Transparenz in der Aufklärung und eine klare Planung vom ersten Gespräch bis zur Entlassung sind ganz wesentlich dabei.
Gefäßmedizin funktioniert im Verbund. Bei uns arbeiten Angiologie – also die internistische Gefäßspezialisierung – und die Gefäßchirurgie unter einem Dach: täglich, am selben Tisch, eng verbunden mit den Teams aus der Radiologie, Kardiologie und Nephrologie. In einem sehr harmonischen Miteinander, weil es komplett organisch zusammengewachsen ist. Das verkürzt Wege, ermöglicht schnelle Abstimmungen und sorgt für einen guten Informationsfluss. Und so kann die chirurgische und internistische Gefäß-Kompetenz Hand-in-Hand am Patienten zur Anwendung kommen.
Die Patienten kommen häufig über unser ambulantes Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) in die Diagnostik. Wir prüfen dann gemeinsam die Befunde, legen das Vorgehen fest und behandeln – offen, endovaskulär, hybrid oder medikamentös.
Dieses Miteinander ist keine Kür, sondern Kern unseres Selbstverständnisses: ein Team, eine Tür, alle Optionen. Wir arbeiten gerade daran, in naher Zukunft eine interdisziplinäre Sprechstunde anzubieten, in der der Patient unmittelbar zwei Sichtweisen auf seine Situation von uns bekommt. Wir wissen, dass auch die zuweisenden Ärzte das sehr schätzen.
Technik ist kein Selbstzweck, sondern erweitert unseren Handlungsspielraum. Shockwave, Jet Stream und Rotatex sind spezialisierte Technologien, die wir hier alle einsetzen.
Mit unserem hochmodernen Hybrid-OP stehen uns besondere Möglichkeiten zur Verfügung – wir kombinieren hier hochauflösende Bildgebung mit operativer Präzision: Stents, Ballondilatationen oder Gefäßrekonstruktionen lassen sich in Echtzeit steuern. Wenn nötig, wechseln wir ohne Zeitverlust zwischen offener Gefäßchirurgie und Gefäß-Intervention, wie es die Situation erfordert.
So werden Eingriffe planbarer und sicherer – mit dem Ziel, dass Patienten schneller wieder auf die Beine kommen. Wir besitzen das höchste Zertifikat als interdisziplinäres Gefäßzentrum aller gefäßmedizinischen Fachgesellschaften (DGG, DGA und DRG). Dies ist der Erfolg von höchster Qualitätssicherung, stetiger Innovation und Fürsorge für den Patienten.
Überdies sind wir eins von 25 in Deutschland zertifizierten Shunt-Referenzzentren, um dauerhafte Zugänge für die Blutwäsche zu legen und befinden uns damals sozusagen in der Champions League der Gefäßmedizin. Das erfordert eine hohe Expertise, da die Patienten zum Teil über 20 – 30 Jahre mit diesen Shunts leben.
Vita
- Gebietsbezeichnung Gefäßchirurgie 2003-2005
- Klinik für Gefäßchirurgie und endovaskuläre Chirurgie, Helios Klinikum Krefeld, Prof. Dr. Dr. med. Bernd Luther
- Facharzt für Chirurgie 1998-2003
- Arzt im Rettungsdienst 2001
- Klinik für Unfallchirurgie, Prof. Dr. med. Jürgen Raunest Maria von den Aposteln Mönchengladbach Neuwerk 2001
- Klinik für Allgemein, Viszeral- und Gefäßchirurgie, Städt. Klinikum Krefeld, Prof. Dr. med. Patrick Verreet, 1998-2003
- Studium der Humanmedizin an der Heinrich Heine-Universität Düsseldorf 1991-1997
- Promotion an der Klinik für Nephrologie und Rheumatologie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf Betreuer: Prof. Dr. med. Markus Hollenbeck „ARTERIOSKLEROSE IM SINNE EINER ATHEROSKLEROSE UND ARTERIOLOSKLEROSE BEI DIALYSEPFLICHTIGER NIEREN- INSUFFIZIENZ -EINE FALL-KONTROLL-STUDIE-“
- Seit 2025
- Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie und Angiologie, Kliniken Maria Hilf, Mönchengladbach
- 2013-2025
- Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie und Angiologie, Alfried Krupp Krankenhaus Essen
- 2009
- Leitender Oberarzt der Klinik für Gefäßchirurgie and endovaskuläre Chirurgie, Helios Klinikum Krefeld
- 2005
- Oberarzt der Klinik für Gefäßchirurgie and endovaskuläre Chirurgie, Helios Klinikum Krefeld
- Seit 2020
- Vorstand der Gefäßgesellschaft West (GG West)
- Seit 2018
- Vorsitzender der Kommission für Konservative Gefäßchirurgie der DGG
- 2017
- Ärztlicher Wundexperte ICW
- 2011
- Koordinierungsarzt im Netzwerk Diabetischer Fuß (CED)
- 2010
- Observership Stanford University (Department for Vascular Surgery, M. Dake, R. Dalman)
- 2009
- Reisestipendium der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie (DGG)
- 2009
- Endovaskulärer Spezialist DGG
- 2008
- Stipendiat im Förderprogramm für mittlere Führungskräfte der HELIOS Kliniken Gruppe
- Weiterbildungbefugnis Gefäßchirurgie 72 Monate (Kommissariat)
- Weiterbildungsbefugnis Phlebologie 18 Monate (Dr. Edeis)
- Ausbildungsklinik zur Weiterbildung Gefäßassistent/-in DGG