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Ein Stück Himmel für die Patienten der Palliativmedizin

Eine neue Terrasse schenkt schwerkranken Patienten der Kliniken Maria Hilf wertvolle Momente unter freiem Himmel. Dahinter steht eine bewegende Geschichte.

Zum Lied „Über den Wolken“ ließen die Kinder des Chores Papierflieger in den Himmel steigen.

Feierliche Einweihung unter blauem Himmel

Bei strahlendem Sonnenschein wurde die neue, barrierefreie Terrasse der Palliativmedizin feierlich eingeweiht und eingesegnet. Zahlreiche Gäste und ein 30-köpfiger Kinderchor begleiteten die Veranstaltung.

Für einen besonderen Moment sorgten die Kinder mit ihrem Lied „Über den Wolken“ von Reinhard Mey: Passend dazu ließen sie Papierflieger in den blauen Himmel steigen.

Im Rahmen der Einweihungsfeier wurde die neue Terrasse durch Krankenhausseelsorger Burkhard Kroh (2. v. l.) feierlich eingesegnet.

Ein letzter Wunsch, der weiterwirkt

„Ich möchte noch einmal den Himmel sehen.“ Mit diesen Worten äußerte ein schwerkranker Patient einen seiner letzten Wünsche. Das Team der Palliativstation setzte alles daran, ihm diesen Wunsch trotz einiger Hindernisse zu erfüllen.

Aus Dankbarkeit für die einfühlsame Betreuung ihres inzwischen verstorbenen Mannes ermöglichte seine Ehefrau mit einer großzügigen Spende den Bau der neuen Terrasse.

Damit entstand ein Ort, an dem auch künftig Patienten wertvolle Augenblicke erleben können – die Wärme der Sonne spüren, frische Luft genießen oder einfach gemeinsam mit ihren Angehörigen Zeit verbringen.

Die rund 100 Quadratmeter große Terrasse bietet Platz für drei Patienten mit ihren Angehörigen. Sie ist barrierefrei zugänglich, kann überdacht werden und ermöglicht durch Pflanzkübel auch persönliche Rückzugsmöglichkeiten.

Bei der feierlichen Einweihung dankten Geschäftsführer Dr. Paul Schneider und der Ärztliche Direktor Prof. Dr. med. Sebastian Bergrath allen Beteiligten. Bergrath betonte in seiner Festrede, wie bedeutsam selbst scheinbar kleine Erlebnisse wie das Spüren von Wind, Sonne oder Regentropfen für schwerkranke Menschen sein können.

Die Terrasse steht damit beispielhaft für den Leitgedanken der Palliativmedizin: Nicht dem Leben mehr Tage geben, sondern den Tagen mehr Leben.

Dr. Jörg Mellies (Geriatrie), Prof. Dr. Ullrich Graeven (Onkologie), Dr. Christiane Munsch (Palliativmedizin) und Prof. Dr. Sebastian Bergrath (Ärztlicher Direktor).

Weitere gute Nachrichten für die Palliativmedizin

Neben der Einweihung gab es weitere erfreuliche Entwicklungen: Dr. Christiane Munsch übernimmt als Chefärztin die Leitung der bisherigen Palliativstation, die künftig als Klinik für Palliativmedizin geführt wird.

Gemeinsam mit ihrem Team setzt sie sich seit Jahren dafür ein, Patienten neben einer umfassenden medizinischen und pflegerischen Versorgung auch besondere persönliche Wünsche zu erfüllen. Dazu gehörten bereits Weihnachtsmärkte, Goldhochzeitsfeiern, Taufen, Live-Musik und der Besuch eines Therapiehundes.

Gemeinsam mit Architekt Reiner Thielen (links), der den Terrassenbau federführend betreute, freuen sich Dr. Christiane Munsch, Geschäftsführer Dr. Paul Schneider und der Ärztliche Direktor Prof. Dr. Sebastian Bergrath über die Fertigstellung.

Auch die Qualität der Versorgung erhielt eine besondere Anerkennung: Im Rahmen einer Beurteilung durch OnkoZert wurde die fachlich-personelle sowie die strukturelle und räumliche Konzeption der Klinik ausgesprochen positiv bewertet.

Für Dr. Christiane Munsch und ihr Team ist dies eine Bestätigung ihres Engagements, schwerkranken Menschen auch in ihrer letzten Lebensphase möglichst viel Lebensqualität und persönliche Zuwendung zu ermöglichen.

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